Mercedes Benz - PV-Anlage Bewertung
Überprüfung der Tragfähigkeit für Photovoltaikanlage und Analyse der Materialeffizienz
Strukturelle Highlights
- Überprüfung der Bestandsstatik für PV-Anlageninstallation
- Feststellung, dass keine PV-Lasten in ursprünglicher Planung berücksichtigt wurden
- Nachweis ausreichender Tragreserven für Photovoltaikanlage
- Identifizierung niedriger Auslastung zwischen 60% und 80%
- Analyse der Ineffizienz bei Material- und Kostennutzung
- Betonung der Verantwortung für zukunftsorientierte Planung
- EHS-Philosophie: Anstreben von bis zu 100% Ausnutzungsgrad im Stahlbau
- Beitrag zu Kostensenkung und Ressourcenschonung
Fakten
- Ort: Bad Aibling, Deutschland
- Jahr: 2025
- Leistung: Tragwerksplanung
- Kunde: Auto Bader KG
- Während PV-Lasten in Baden-Württemberg verpflichtend sind, werden sie in Bayern nur auf ausdrückliche Anforderung berücksichtigt

Der Auftraggeber wünschte eine Überprüfung, ob die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes möglich ist. In diesem Zusammenhang überprüften wir die Bestandsstatik des Neubaus. Dabei stellte sich heraus, dass in der ursprünglichen Tragwerksplanung keine Zusatzlasten für eine PV-Anlage berücksichtigt worden waren. Während in Baden-Württemberg die Berücksichtigung von Photovoltaiklasten bei Neubauten bereits verpflichtend ist, werden diese in Bayern aktuell nur dann angesetzt, wenn sie vom Bauherrn ausdrücklich beauftragt werden. Aus unserer Sicht sollte es jedoch zur Verantwortung eines Tragwerksplaners gehören, auch potenzielle zukünftige Nutzungen zu berücksichtigen. Dazu zählen neben den normativen Nutzlasten insbesondere auch eine möglichst hohe Flexibilität für spätere Anpassungen, etwa durch Änderungen an der Dachnutzung oder der Raumeinteilung. In diesem konkreten Fall ergaben unsere Nachrechnungen, dass ausreichend Tragreserven für die Installation einer Photovoltaikanlage vorhanden waren. Auch darüber hinaus wies das Stahltragwerk ausreichende Kapazitäten auf, da die rechnerische Auslastung zwischen etwa 60 % und 80 % lag. Eine derart niedrige Auslastung ist jedoch aus wirtschaftlicher und nachhaltiger Sicht ineffizient. Sie führt zu unnötig hohen Stahlmengen und damit zu erhöhten Baukosten für den Auftraggeber. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bereits durch die normativen Sicherheitsbeiwerte sowie konservative Materialkennwerte ein hohes Sicherheitsniveau gewährleistet ist. Sofern keine außergewöhnlichen Einwirkungen oder Sonderlastfälle vorliegen, ist es Aufgabe der Tragwerksplanung, die eingesetzten Materialien effizient und verantwortungsvoll auszunutzen. Bei EHS verfolgen wir daher das Ziel, insbesondere im Stahlbau und bei elastischer Berechnung einen Ausnutzungsgrad von bis zu 100 % anzustreben. Auf diese Weise reduzieren wir Baukosten für unsere Kunden und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit.

